Allgemeine Zeitung Mainz, Landskrone Oppenheim vom 08.03.2003

Spendengelder wirken doppelt (Von Christine Bausch)
AZ-Chefredakteur Beck übergibt Scheck an KIKAM / Huth erläutert Zweck

Oppenheim - Von der Großzügigkeit der AZ-Leser im Raum Oppenheim begeistert, überreichte Klaus Beck, Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung, am Freitag einen Scheck über 47 400 Euro aus der Aktion "Leser helfen" an Ralf Huth, Oberarzt der Kinder-Intensivstation und Vorsitzender von KIKAM. "Wir wissen, daß die Spendengelder bei Ihnen gut aufgehoben sind", sagte Klaus Beck bei der Spendenübergabe. "Ein tolles Projekt", lobte er die Arbeit des Teams auf der Kinder-Intensivstation der Mainzer Universitätsklinik und ließ sich die Funktion des Blutgasanalysegerätes erklären, das ebenso wie zwei Sonden für das Ultraschallgerät mit dem Geld aus der diesjährigen Aktion "Leser helfen" finanziert wurde. Ein kleiner Katheter liefere ständig lebenswichtige Daten von kritisch kranken Patienten an einen Monitor, führte Oberarzt Ralf Huth aus. Diese lückenlose Überwachung ermögliche eine schnelle Reaktion von Ärzten und Schwestern auf Veränderungen oder gar Komplikationen.
Ohne die Spendengelder, die über KIKAM auf die Kinder-Intensivstation fließen, sei die Behandlung der kleinen Patienten gefährdet, so Huth: "Wenn der Förderverein ausgetrocknet wird, können wir die Station zu machen." Dabei profitierten die kleinen Patienten doppelt von KIKAM: Würden Anschaffungen mit Spenden finanziert, gewähre die Industrie besonders günstige Konditionen: Ein Beatmungsgerät, das nach mehrmonatiger Testphase von den Mainzern übernommen wurde, kostete die Hälfte des marktüblichen Preises, für den Monitor zur Blutgasüberwachung zahlte Huth ein Drittel. Ein solcher Kauf müsse indessen gegenfinanziert werden, erklärte Huth: Mit Geld vom KIKAM-Konto könne en Geräte vorfinanziert werden; solten dann später öffentliche Mittel fließen, werde der Betrag wieder dem Spendenbudget zugeführt und für andere Projekte verwendet.
"Eine solche langfristige Zusammenarbeit ist nur durch die Nähe zu den Spendern möglich", dankte Ralf Huth den Menschen im Raum Oppenheim für ihr Engagement. Ein solches Phänomen gebe es nirgendwo im Verbreitungsgebiet, erklärte auch der AZ-Chefredakteur Beck. Nicht nur für KIKAM engagierten sich die Menschen im südlichen Landkreis, auch bei der Aktion zugunsten der Hochwasseropfer nur drei Monate vorher seien auffallend viele Spenden aus dieser Region eingegangen. "Wir bleiben auch in Zukunft an Ihrer Seite", versprach Beck dem KIKAM-Vorsitzenden und seinen Vorstandskolleginnen Heike Haugwitz und Christine Reising.
Das Team der Kinder-Intensivstation hält im übrigen das ganze Jahr Kontakt zu seinen treuen Spendern. So hat Ralf Huth dem Niersteiner Frauentreff, dessen Arbeit immer weitere Kreise zeiht, logistische Unterstützung zugesagt. Nachdem bereits am Mittwoch eine Gruppe die Station besichtigte, hat sich für Montag der nächste Besuch angekündigt. Eine Aufgabe, die Huth gerne erfüllt, da so die Partnerschaft gefördert werde und ein Stück Vertrauen wachse.

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Mainzer Wochenblatt (September 2003)

   
KIKAM sagt "Dankeschön"

 

 

 

 

 

Abwechslungsreiches Fest im "etwas anderen" Weingut Weyell

Dexheim (sp) - Bei strahlendem Sonnenschein verzauberte das Kinderlachen den Hof des Weingut Weyell. KIKAM Mitwirkende und Freunde stellten ein buntes Kinderfest mit vielen Erlebnissen auf die Beine. Besonderes Highlight war das Luftballonsteigen - Und sie fliegen derzeit über die rheinhessischen Dächer.
Fröhlich toben die Jungen und Mädchen auf dem Rasenplatz umher und stürzen sich voller Abenteuerlust mit einem Jubelschrei auf die Hüpfburg. Nicht alle Kinder können vergnügt spielen oder gar lächeln. KIKAM, die Interessengemeinschaft für Kinder der Intensivstation und Kinder-Kardiologie Mainz, setzt sich mit voller Liebe für ihre kleinen Patienten ein. Vor vierzehn Jahren haben Schwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte den gemeinnützigen Verein KIKAM gegründet, um mit viel Unterstützung die bestmögliche Versorgung der schwerkranken Kinder zu sichern.
Mit dieser großen Kinderfete will sich das Team um KIKAM-Chef Ralf Huth bei den zahlreichen Spendern aus der Region bedanken, aber auch auf das Anliegen des Vereins aufmerksam machen. Unterstützt wird das Fest auch vom "Taunuswunderland". Hier werden Eintrittskarten verlost und viele Geschenke warten auf ihre zukünftigen Besitzer. Mit einem attraktiven Stand macht ebenso die Krankenkasse der "AOK" auf sich aufmerksam. Bei kleinen Gewinnspielen werden die mutigen Teilnehmer mit lustigen Präsenten belohnt. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Luftballonwettbewerb gewidmet. Kyona (6), Charlotte (7) und Till (5) Rumer haben sich bereits den ganzen Tag auf das "Steigenlassen" gefreut. Die drei Kinder präsentieren stolz ihre gelb, weiß und grünen Luftballone. Mutter Bärbel Rumer ist Krankenschwester in einer Frankfurter Klinik und begeistert von dem bunten Treiben: "Einfach schön anzusehen, wie die Mädchen und Jungen spielen, toben und lachen!"
Im Innenhof sorgte der Auftritt der Mainz 05 Spieler für großes Aufsehen. Trainer Jürgen Klopp und seine Mannschaft teilten Autogramme aus und ließen den Ball für ihre kleinen Fans rollen. Weiter ging es im Programm mit dem vielseitigen "Kabarett mit Vince Ebert", einem heiteren Auftritt von den "Clowndoktoren" und der sportlichen Vorstellung der Mommenheimer Sportschule "Aito Budo". Gegen Abend endete die Veranstaltung und der 5-jährige Moritz Theilacker aus Wiesbaden fand die passenden Worte: "Ein Fest mit und für Kinder!"

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Allgemeine Zeitung Mainz, Landskrone Oppenheim vom 15.09.2003

   

Mit buntem Fest danke gesagt (von Christine Bausch)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KIKAM lädt Spender und Freunde ein

DEXHEIM - Die eigentlichen Ehrengäste waren Kinder wie Sabine, Julian, Tobias und Katarina. Kinder, einige von ihnen schon im Jugendalter, die zeigen, dass sich der Einsatz von KIKAM lohnt. Ralf Huth, Oberarzt und Vorsitzender des Vereins "Kinder der Intensivstation und Kinder-Kardiologie Mainz", hatte in Kooperation mit Wolfgang Weyell ein Dankeschön-Fest für alle Spender und Freunde organisiert.

Das Fest fand dort statt, wo fast ein Drittel aller Spenden für die Kinder-Intensivstation herkommt: 488 000 Euro haben vor allem AZ-Leser rund um die Landskrone in den zurückliegenden Jahren gespendet, mit vielen guten Ideen die "Leser-helfen"-Aktionen der AZ unterstützt. Seit der Gründung im Jahr 1989 sind insgesamt 1,6 Millionen Euro auf dem KIKAM-Konto eingegangen. 205 000 Euro haben rund 50 Zahnärzte aus der Region beigesteuert, die das in ihren Praxen entsorgte Zahngold sammeln. Über die Firma Degussa werden die Materialien getrennt und verkauft.
Ein schöneres Ambiente als den Hof des Dexheimer Weingutes Weyell, bei desen Veranstaltungen der Reihe "Kultur auf dem Hof" grundsätzlich ein Teil des Eintrittspreises für KIKAM bestimmt ist, hätte es für das erste Fest dieser Art nicht geben können: "Dieser Rahmen passt wie die Faust aufs Auge", schwärmte Huth. Ein buntes Programm für ein buntes Völkchen, Deftiges und Süßes für den kleinen Hunger - alles unter strahlender Septembersonne.
Vater Edwin Huth überraschte seinen Sohn mit drei Fässern frisch gekeltertem Apfelsaft: Am Vortag hatte er auf dem heimischen Grundstück im Taunus 15 Steigen Äpfel geerntet und daraus über Nacht 120 Liter Saft gepresst. Dazu Bratwurst und Pommes, Zwetschgen- und Strueselkuchen - mehr brauchte es nicht. Ein Teil der Einnamen landet natürlich auf dem KIKAM-Konto. Doch das war gar nicht die Absicht der Veranstalter. Huth: "Wir wollten einfach die Spender zusammenbringen, um danke zu sagen."
Und so feierten 500 bis 700 Gäste ein Fest der Freude und Hoffnung. Mit dabei viele ehemalige Patienten: Sabine, die bei einem Grillunfall schwere Verbrennungen erlitt, Julian, der nach einer Tumor-Operation eine schwere Blutvergiftung bekommen hatte, Tobias mit seinem komplizierten Herzfehler. Und natürlich Katarina aus Ober-Olm, der es nache einem schweren Schädel-Hirn-Trauma in Folge eines Autounfalls wieder gut geht. "Sie hat mit gefragt, ob wir heute den 'Ketchup-Song' tanzen", sagt ein sichtlich bewegter Ralf Huth, als die Neunjährige ihm auf der Bühne eine mit großen Schenen gefüllte Spendenbox aus dem Restaurant ihrer Eltern überreichte.
Die Unterschriften auf den T-Shirts der Nullfünf-Fans kündeten von hohem Besuch: Trainer Jürgen Klopp und seine Spieler Dimo Wache, Jürgen Kramny, Tomasz Bodog und Niclas Weiland nahmen sich Zeit für eine Autogrammstunde. Die Clowndoktoren sorgten für Spaß, die AOK ließ bunte Luftballons steigen, Mitarbeiter aus dem Taunus-Wunderland gestalteten ein Spielprogramm. Platz zum Austoben gab es auf der Hüpfburg. Musikalisch sorgte "Zambo's Blues Band" für Stimmung, und Kabarettist Vince Ebert begeisterte mit zum Teil spontan ins Porgramm eingebauten Pointen. Zum Abschluss ließen Kinder und Jugendliche der Mommenheimer Sportschule Aita Budo die Bretter krachen.

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